Für ein Dampfbad zu Hause sorgt in einer Dampfdusche der Dampfgenerator, der Wasser erhitzt und den Dampf in die oben geschlossene Kabine leitet. Unsere Dampfduschen brauchen dafür einen eigenen abgesicherten Stromanschluss sowie Zulauf und Ablauf für Wasser; bei Herz- oder Kreislaufbeschwerden klären Sie die Nutzung vorher ärztlich.
Einen wesentlichen Unterschied zur gewöhnlichen Dusche macht der Strom. Laut Aufbauanleitung der AcquaVapore D37 nimmt die Kabine ohne Dampfgenerator 31 Watt auf, mit eingeschaltetem Dampfgenerator sind es 3.031 Watt. Der Generator bestimmt damit, welchen Stromanschluss Ihr Bad bereitstellen muss. Bei kalkhaltigem Wasser braucht er außerdem regelmäßig Pflege und muss dafür erreichbar bleiben, beides gehört von Anfang an in die Planung. Die D37 ist eine von acht Serien bei unseren Dampfduschen. Ihre Anleitung dient in diesem Ratgeber als Beispiel, für andere Serien gelten deren eigene Anleitungen.
So funktioniert ein Dampfbad zu Hause
Den Dampf leitet der Generator über eine Düse in den Innenraum, und das Dach hält ihn dort, anders als bei einer gewöhnlichen Duschkabine. Gesteuert wird das Dampfbad über ein Bedienfeld. Bei der D37 stellen Sie dort Temperatur und Laufzeit ein, schalten Dampf und Lüfter an oder aus und starten nach der Nutzung eine Ozonreinigung.
Schalten Sie die Dusche aus, läuft aus der Drainage etwa ein halber Liter Wasser ab. Das ist keine Undichtigkeit. Es ist die Restwasserentleerung: Der Generator leert sich, damit kein altes Wasser darin stehen bleibt. Welche Funktionen ein Modell im Einzelnen hat, steht bei den Dampfduschen von AcquaVapore in der jeweiligen Ausstattungsliste.
Dampfdusche oder Sauna
Der Unterschied liegt in Temperatur und Feuchtigkeit. Ein Dampfbad arbeitet nach Herstellerangaben mit Temperaturen um 45 Grad und bis zu 100 Prozent Luftfeuchtigkeit, eine Sauna dagegen mit 70 bis 100 Grad und trockener Hitze.
Im eigenen Bad kommt ein praktischer Unterschied hinzu. Nach dem Dampfbad duschen Sie in derselben Kabine ab und müssen dafür weder den Raum wechseln noch über nassen Boden gehen.
Anschlüsse für Strom und Wasser
Für die D37 sieht die Aufbauanleitung einen separaten Stromkreis mit 230 Volt und 16 Ampere vor, mit einem Leitungsquerschnitt von mindestens 1,5 mm². Angeschlossen wird über eine Schukosteckdose oder eine Festanschlussdose. Steckdosen im Bad sind grundsätzlich mit einem Fehlerstromschutzschalter abzusichern, die Dusche wird geerdet und an den Potentialausgleich angeschlossen. Der Hersteller empfiehlt außerdem dringend, die Steckdose der Dusche über einen eigenen Schalter neben der Dusche oder im Sicherungskasten abschaltbar zu machen.
Einen neuen Stromkreis verlegen Sie nicht selbst. Nach § 13 der Niederspannungsanschlussverordnung dürfen die elektrische Anlage hinter der Hausanschlusssicherung nur der Netzbetreiber oder ein Installationsunternehmen errichten, erweitern oder ändern, das im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist. Ein zusätzlicher Stromkreis ist eine solche Erweiterung. Sprechen Sie deshalb vor der Bestellung mit einem solchen Elektrofachbetrieb, damit Anschluss und Lieferung zusammenpassen.
Für Wasser und Abwasser braucht die D37 diese Anschlüsse.
| Anschluss | Vorgabe in der Anleitung der D37 |
|---|---|
| Kalt- und Warmwasser | je 1/2 Zoll, separat absperrbar, zum Beispiel mit Kugelhähnen |
| Wasserdruck | 2 bis 4 bar, bei höherem Druck mit Druckminderer |
| Zulauftemperatur | höchstens 65 Grad |
| Abwasser | flexibler Schlauch HT 40, im Lieferumfang |
Platzbedarf und Zugang zur Technik
Weil das Dach die Kabine nach oben abschließt, kommt es bei einer Dampfdusche auf die Raumhöhe an. Unsere Dampfduschen sind je nach Modell 215, 218, 220 oder 225 cm hoch, die Kombikabinen mit Whirlpoolwanne 210, 217 oder 228 cm. Prüfen Sie die Höhe genau an der Stelle, an der die Kabine stehen soll, denn unter einer Dachschräge kann es niedriger sein als in der Raummitte. Als Stellfläche brauchen die Dampfduschen derzeit quadratisch 80x80, 90x90, 100x100 oder 130x130 cm, als Rechteck 120x80 oder 140x90 cm.
Wichtiger als bei einer gewöhnlichen Duschkabine ist der Zugang zur Rückseite. Die Anleitung der D37 hält ausdrücklich fest, dass die Kabine nicht für den Festeinbau gedacht ist. Sie muss so stehen, dass der Dampfgenerator zum Entkalken und für Reparaturen erreichbar bleibt, eine eingemauerte oder verkleidete Kabine passt dazu nicht. Den Badboden setzt der Hersteller vollständig gefliest und mit Bodenablauf voraus, die Wand hinter der Kabine muss dagegen nicht gefliest sein. Planen Sie außerdem die Lüftung ein: Ohne Fenster oder funktionierende Abluft bleibt die Feuchtigkeit nach dem Dampfbad im Raum.
Beim Aufbau steht die Duschtasse zunächst mit Abstand vor der Wand, damit Sie hinten montieren und anschließen können, erst zum Schluss wird die Kabine angerückt. Wie das Schritt für Schritt abläuft, lesen Sie in unserem Ratgeber zum Aufbau der AcquaVapore Duschkabinen.
Für wen das Dampfbad zu Hause passt
Ob eine Dampfdusche zu Ihnen passt, entscheiden im Alter vor allem drei Fragen. Können Sie in der Kabine sitzen, steigen Sie bequem ein, und wie reagiert Ihr Kreislauf auf die feuchte Wärme?
Wer länger im Dampf bleiben möchte, achtet zwischen den Serien vor allem auf die Sitzlösung. Feste Sitzplätze bis 150 kg Belastbarkeit haben die D26 und die D27, die D30 hat einen Sitz bis 100 kg. Bei den anderen Serien hat nicht jedes Modell einen Sitz, ob er dabei ist, zeigt die Ausstattungsliste.
Weil die Duschtasse laut Anleitung der D37 nicht im Boden versenkt werden darf, steigen Sie beim Einstieg über ihren Rand. Wie hoch dieser Rand bei einem Modell ist, klären Sie vor dem Kauf mit unserem Team. Bei den Dampfduschen liegt die Einstiegsbreite je nach Modell zwischen 41 und 72 cm, bei den Kombikabinen mit Whirlpoolwanne bei 64 oder 74 cm. Vergleichen Sie die Türöffnung in den Produktdaten mit Ihrem Bedarf, etwa wenn Sie eine Gehhilfe nutzen oder beim Einsteigen Unterstützung bekommen.
Der Hersteller der D37 weist darauf hin, dass die Dusche bei Kreislaufschwäche, Asthma, Bluthochdruck oder Herzerkrankungen gegebenenfalls nicht geeignet ist, und rät, im Zweifel den Hausarzt zu fragen. Haben Sie eine diagnostizierte Herzerkrankung, besprechen Sie mit Ihrem Kardiologen, ob und bei welchen Temperaturen ein Dampfbad für Sie in Frage kommt.
Mit Herz-Kreislauf-Erkrankung und ärztlicher Freigabe empfehlen Herzmediziner für den Anfang Dampfsaunen mit 45 bis 60 Grad und etwa drei bis fünf Minuten, bei guter Verträglichkeit langsam mehr. Nach dem Dampfbad kühlen Sie sich langsam ab, zum Beispiel mit lauwarmem Wasser. Eine plötzliche kalte Dusche ist für Herzpatienten tabu, weil das ruckartige Abkühlen den Blutdruck stark ansteigen lässt und das Herz belastet. Temperatur und Laufzeit stellen Sie bei der D37 am Bedienfeld ein.
Ein Dampfbad zu Hause richtig nutzen
Vor dem ersten Dampfbad empfiehlt der Hersteller der D37, die Kabine gründlich zu reinigen, alle Funktionen zu testen und sich mit der Bedienung vertraut zu machen. Zwei Hinweise betreffen direkt Ihre Sicherheit. Betätigen Sie während des Dampfbetriebs nicht den Netzschalter, sonst startet der automatische Wasserablass, und es besteht Verbrühungsgefahr. Fassen Sie außerdem den Dampfkopf im Betrieb nicht an, an ihm besteht Verbrennungsgefahr.
Mögen Sie Duft im Dampf, empfiehlt der Hersteller für seine Öle ein bis zwei Tropfen auf einmal. Sie kommen bei der D37 auf ein kleines hitzebeständiges Tuch, das Sie in den Dampfkopf stecken, aber nicht während des Betriebs. In der Schwangerschaft sollen die Öle laut Hersteller nicht verwendet werden.
Nach dem Dampfbad ist die Luft sehr feucht. Ein Fenster öffnen Sie unmittelbar nach der Nutzung für fünf bis zehn Minuten weit. Die Badtür bleibt dabei geschlossen, damit sich die Feuchte nicht in der übrigen Wohnung verteilt. Wasser an Wänden und Boden wischen Sie zusätzlich ab, vor allem wenn das Lüften eingeschränkt ist. Bei der D37 können Sie anschließend die Ozonreinigung starten, die bei geschlossenen Kabinentüren fünf bis zehn Minuten läuft, solange Dampf, Licht und Radio ausgeschaltet sind. Wie Sie Feuchteschäden erkennen und beseitigen, lesen Sie im Ratgeber Schimmel im Bad entfernen.
Dampfgenerator entkalken und warten
Bei kalkhaltigem Wasser muss der Dampfgenerator oft und regelmäßig entkalkt werden. Wie oft, hängt davon ab, wie häufig Sie die Dusche nutzen und wie hart Ihr Leitungswasser ist. Ob Ihr Wasser als weich, mittel oder hart gilt, muss Ihnen Ihr Wasserversorger nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz mindestens einmal jährlich mitteilen.
Für die D37 ist das Entkalken Schritt für Schritt beschrieben, für Wartungsarbeiten empfiehlt der Hersteller zugleich Fachpersonal. Trauen Sie sich das Lösen des Generators von Strom und Wasser nicht zu, übergeben Sie diese Arbeit einem Fachbetrieb. Die Schritte sehen so aus.
- Dusche wasser- und stromlos stellen und nach vorn rücken
- den Dampfgenerator von Strom und Wasser trennen und von der Dusche lösen
- handelsüblichen Entkalker nach dessen Herstellerangaben in den Dampfausgang füllen, einwirken lassen und gründlich nachspülen
- den Generator wieder montieren und mindestens drei Leerläufe von etwa fünf bis zehn Minuten bei offenem Fenster und offener Duschtür fahren, zwischendurch ganz ausschalten
- kein Dampfbad nehmen, solange sich Reste des Entkalkers im Generator befinden
Das Sieb am Dampfauslass reinigen und entkalken Sie separat. Für Kalk an Brause und Armatur hilft der Ratgeber zum Thema Duschkopf entkalken.
Die passende Dampfdusche auswählen
Bevor Sie ein Modell wählen, gehen Sie die Punkte aus diesem Ratgeber der Reihe nach durch. Zuerst klärt der Elektrofachbetrieb den Stromkreis, dann prüfen Sie Wasseranschlüsse, Raumhöhe, Grundfläche und den Zugang zur Rückseite. Für die D37 gehört laut Anleitung auch ein vollständig gefliester Boden mit Bodenablauf dazu. Bei Herz- oder Kreislaufbeschwerden kommt das Gespräch mit dem Arzt dazu. Erst danach entscheiden Sitz, Einstiegsbreite und Armatur.
Eine Thermostatarmatur hält die eingestellte Wassertemperatur konstant, auch wenn im Haushalt gleichzeitig Wasser entnommen wird. Ob ein Modell eine hat, erkennen Sie am Kürzel Th im Namen. Einen Eindruck von Ausstattung und Maßen einer Serie im Bild gibt das Video zur Ausstattung der D46.
Möchten Sie zusätzlich baden, verbinden Dampfduschen mit Whirlpoolwanne Dampf, Dusche und Wanne in einer Kabine. Sie haben Grundflächen von 140x140, 150x150 oder 180x100 cm. Ihr Stromanschluss versorgt auch die Pumpe der Wanne.
Brauchen Sie keinen Dampf, finden Sie bei den Komplettduschen mit Duschwanne und den klassischen Duschkabinen auch Modelle ohne Dampfgenerator. Bei diesen Modellen entfallen der hohe Strombedarf und das Entkalken des Dampfgenerators. Bei Fragen zum Aufstellort hilft Ihnen unser Team weiter.
Häufige Fragen zur Dampfdusche zu Hause
Der Gesamtpreis setzt sich aus der Kabine, der Elektroinstallation und je nach Fall dem Aufbau zusammen. Was die Kabine kostet, hängt von Serie, Größe und Ausstattung ab und steht beim jeweiligen Modell. Den zusätzlichen Stromkreis beauftragen Sie beim eingetragenen Elektrofachbetrieb. Für Duschtempel bietet unser Montagedienst SeniorBad Direkt Lieferung, Aufbau sowie den Anschluss von Wasser, Ablauf und Elektrik an. Ob er in Ihrer Region verfügbar ist, klären Sie per Montageanfrage.
Bei der D37 ja, wenn Sie handwerklich erfahren sind und eine zweite Person hilft. Für andere Modelle gilt deren Anleitung. Die Elektroarbeiten im Bad gehören in die Hände qualifizierter Fachleute, und für die Anschlüsse rät der Hersteller zu einem Monteur. Wer die Kabine aufbaut, ändert an der Gewährleistung nichts, Einbau- und Montagefehler sind aber von ihr ausgenommen.
