Duschkabine 90x90
Duschkabine 90x90 cmt
90 mal 90 Zentimeter ist die Größe, bei der die meisten Bäder landen. Zehn Zentimeter mehr Kantenlänge als bei der kleinsten Kabine bedeuten rund ein Viertel mehr Standfläche, und das merkt man beim Einseifen sofort. Gleichzeitig bleibt die Kabine so kompakt, dass sie in normal geschnittene Bäder passt, ohne den Raum zu dominieren. Bei SeniorBad ist 90x90 cm die Größe mit der breitesten Auswahl an Serien und Ausstattungen.
Was die zehn Zentimeter im Alltag ausmachen
Der Unterschied zeigt sich nicht beim Stehen, sondern beim Bewegen. Sie können sich bücken, ohne mit der Schulter an die Scheibe zu kommen, und Sie können sich drehen, ohne an die Armatur zu stoßen. Wer beim Duschen einen Duschhocker nutzt, braucht diese Fläche ohnehin. Und wenn gelegentlich eine zweite Person beim Waschen hilft, ist 90x90 die untere Grenze, ab der das ohne Verrenkungen funktioniert.
Im Grundriss kostet das wenig. Eine 90x90 Kabine belegt 0,81 Quadratmeter statt 0,64. In einem Bad ab etwa fünf Quadratmetern ist das in aller Regel unterzubringen, ohne dass Waschtisch oder WC weichen müssen. Diese Größe ist auch die häufigste Wahl, wenn eine alte Wanne einer Dusche weicht. Der Anschlussbereich der Wanne gibt meist genug Fläche her. Die Kabine steht am Ende dort, wo vorher der Wannenrand war, und der Abfluss liegt oft schon in der Nähe der richtigen Position.
Serien in 90x90 und was sie unterscheidet
In dieser Größe stehen fünf Serien zur Auswahl: D10, D37, D38, D46 und D58. Die D10 ist die schlichte Viertelkreiskabine mit Schiebetür, die ohne Schwenkbereich auskommt. Die D38 ist quadratisch geschnitten und hat eine Pendeltür, die nach außen aufschwingt. Die D37 kommt in dieser Größe zusätzlich dazu, ebenfalls als Viertelkreis mit Pendeltür, und ist als Duschtempel mit erweiterter Armaturenausstattung ausgelegt, unter anderem mit Kopfbrause und Seitendüsen.
D46 und D58 sind die Serien mit dem größten Funktionsumfang. Innerhalb jeder Serie gibt es Varianten mit Einhebelmischer und Varianten mit Thermostat, letztere tragen die Kennzeichnung Th im Produktnamen. Außerdem unterscheiden sich die Modelle in der Einstiegsseite, erkennbar an den Kürzeln L und R für links und rechts. Prüfen Sie diese Angabe genau, denn sie entscheidet, ob die Tür in Ihrem Bad zur richtigen Seite öffnet.
Drei Entscheidungen vor der Bestellung
Erstens die Einstiegsseite. Stellen Sie sich vor die geplante Duschecke und legen Sie fest, von welcher Seite Sie einsteigen wollen. Zweitens die Ausstattungstiefe: Reicht Ihnen eine Handbrause, oder möchten Sie Kopfbrause und Seitendüsen? Drittens die Armatur, Einhebelmischer oder Thermostat.
Ein Hinweis zur Höhe: Kabinen mit Kopfbrause brauchen mehr lichte Raumhöhe als einfache Modelle. Messen Sie die Deckenhöhe an der Stelle, an der die Kabine stehen soll, besonders bei Dachschrägen oder abgehängten Decken.
Material, Pflege und die Nachbargrößen
Die Kabinen bestehen aus Sicherheitsglas mit Aluminiumprofilen, die Duschwannen aus glasfaserverstärktem Sanitär-Acryl. Eine Beschichtung auf dem Glas erleichtert die Reinigung spürbar, wie das funktioniert, erklärt unser Beitrag zur Easyclean Beschichtung.
Wenn Ihr Bad knapper geschnitten ist, kommt die Duschkabine 80x80 infrage. Haben Sie mehr Platz, bringt die Duschkabine 100x100 noch einmal deutlich mehr Bewegungsfreiheit. Modelle mit Dampffunktion finden Sie bei den Dampfduschen, die komplette Übersicht steht unter Duschkabinen.
Häufig gestellte Fragen zu Duschkabinen in 90x90 cm
Ja, deutlicher als die zehn Zentimeter vermuten lassen. Die Standfläche wächst von 0,64 auf 0,81 Quadratmeter, das sind rund 26 Prozent mehr. Spürbar wird das beim Bücken und beim Drehen, also genau in den Momenten, in denen eine kleine Kabine eng wirkt.
Wenn Ihr Grundriss beide Größen zulässt, ist 90x90 in der Regel die bessere Wahl. Nur wenn wirklich jeder Zentimeter gebraucht wird, lohnt der Griff zur kleineren Kabine.
Als Duschtempel werden geschlossene Kabinen mit Dach und erweiterter Armaturenausstattung bezeichnet. Statt nur einer Handbrause gibt es eine fest montierte Kopfbrause und meist mehrere Seitendüsen, die über einen Umschalter angesteuert werden.
Der praktische Unterschied ist der geschlossene Aufbau: Es entweicht weniger Wasserdampf ins Bad, und Spritzwasser bleibt zuverlässig in der Kabine. Dafür braucht ein Duschtempel mehr Deckenhöhe als eine einfache Kabine.
Zwei geübte Personen brauchen für eine einfache Kabine meist einen halben Tag, für einen voll ausgestatteten Duschtempel eher einen ganzen. Der größte Zeitfaktor ist nicht die Montage selbst, sondern das saubere Ausrichten der Profile und das anschließende Abdichten.
Rechnen Sie zusätzlich mit der Trocknungszeit des Silikons, bevor die Kabine das erste Mal benutzt wird. Wenn Wasseranschlüsse versetzt werden müssen, gehört dieser Teil in die Hand eines Fachbetriebs.
L und R stehen für die Ausrichtung der Kabine, also für die Seite, auf der Einstieg und Armatur liegen. Welche Variante Sie brauchen, hängt davon ab, wo in Ihrem Bad die Wand und wo der freie Raum ist.
Stellen Sie sich dafür so hin, wie Sie später vor der Dusche stehen werden, und überlegen Sie, von welcher Seite Sie einsteigen möchten. Ein Th im Namen weist zusätzlich auf eine Thermostat-Armatur hin.
Das hängt an der lichten Höhe über der Stellfläche. Geschlossene Kabinen mit Dach und Kopfbrause brauchen mehr Höhe als offene Modelle mit reiner Handbrause. Messen Sie an der niedrigsten Stelle der geplanten Position, nicht in der Raummitte.
Wenn die Höhe knapp wird, ist ein Modell ohne festes Dach die praktikablere Lösung. Weitere Planungsideen für schwierige Grundrisse finden Sie im Ratgeber zum altersgerechten Bad.
